Populäre Kartenspiele die jeder in Deutschland kennt

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Unter den Deutschen sind die Kartenspiele sehr beliebt. Fast jeder kennt und spielt Kartenspiele sehr gerne. Die Spielkarten haben eine eigene lange Geschichte in Deutschland. Die Kartenfarben Karo, Herz, Pik und Kreuz nennt man in der altdeutschen Variante Schellen, Herz, Laub und Eichel.

Der technische Progress der modernen Zeit führt dazu, dass immer weniger Menschen die Regeln der Kartenspiele lernen. Solche früher weitbekannte klassische Kartenspiele wie Skat oder Doppelkopf werden vergossen und mit Spielen, wie Blackjack, Poker oder Baccara verdrängt. Die Tradition der Kartenspiele lebt doch weiter. Die Resultate der Umfragen zeigen, dass etwa 70% der deutschen Jugendlichen Regeln der Kartenspiele gerne beherrschen.

Im folgenden Artikel wollen wir Top-5 Kartenspiele präsentieren, deren Regeln jeder kennen muss. Wir haben genau diese Spiele ausgewählt, da sie am meisten beliebt und weitbekannt sind. In diesem Artikel werden Ihnen sowie Anleitung und Regeln der Kartenspiele, als auch interessante Information über die Gelegenheiten, die für jedes Spiel am besten passen, angeboten.

Anfangszeit des Kartenspiels

Die Geschichte der Kartenspiele begann in den Ländern des Orients. Im XIV Jh. verbreiteten die Kartenspiele ins Europa. In dieser Zeit bildete sich der Kartensatz aus Zahlen und Bilder der vier verschiedener Farben heraus.

Jedes Land hatte eine eigene Version des Kartensatzes im Laufe der Zeit ausgearbeitet. In Deutschland etablierten sich die eigene Farbennamen Reiher, Falke, Reh und Ente sowie Bildernamen Ober, König, Unter. Das älteste deutsche Kartenspiel verfügt genau über diese Besonderheiten. Mit der Zeit wurde die französische Art des Kartenspiels in der Europa populär, der die deutsche Variante im XVI Jh. ersetze und bis heute fast ohne Änderungen erhalten blieb.

Das erste Kartenspiel, das deutschlandweit bekannt wurde, ist das Spiel „Landsknecht“. Dieses Kartenspiel war das populärste in den Kneipen der Zeitperiode XVI-XVIII Jh. Aus diesem Spiel stammen die bis heute beliebten Schafskopf und Skat.

Zur Popularisierung der deutschen Kartenspiele trugen die Kriege bei. Es ist damit verbunden, dass die Kartenspiele die beliebteste Freizeitaktivität der Soldaten war. Nach dem Ende der Völkerschlacht kamen die Soldaten nach Hause wieder und brachten die Regeln der neue Kartenspiele mit. Solcherweise breiteten sich die Lieblingsspiele deutschlandweit.

Das bekannteste Kartenspiel Deutschlands: Skat

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Das Spiel „Skat“ ist wohl das älteste und bekannteste deutsche Kartenspiel. Skat gehört zu den sog. Stichspielen. Das heißt, dass alle Spieler ihre Karten auf den Tisch im Uhrzeigersinn legen. Der Spieler, der die höchste Karte gelegt hat, gewinnt den Stich. Beim Skat benutzt man die Decke aus 32 Blätter. Am Spiel nehmen 3 Personen teil, eine von deren gegen zwei anderen Spielern spielt. Die Regeln des Spiels sind ziemlich kompliziert, sodass dieses Spiel heutzutage nicht so oft wie früher gespielt wird.

Skat Spielregeln & Anleitung

Alle Spielenden bekommen je 10 Karten. Zuerst werden 3 Karten, dann 4 und noch drei verteilt. Dabei drückt man letzte zwei Karten in „Skat“.
In diesem Spiel ist ein Spieler den zwei Anderen entgegengesetzt. Nachdem die Karten ausgegeben sind, muss man entscheiden, wer der Solist sein wird. Der Solist ist der Spieler, der gegen zwei anderen spielen wird. Das entscheidet man beim Reizen. Das ist solch eine Auktion, bei der die Spieler die Stärke ihrer Blätter vergleichen. Wenn der Spieler am höchsten gebeten hat, wird er Solist. Es gibt ziemlich komplizierte Regeln, die beim Reizen den Solist feststellen helfen.

  • Zuerst schaut man, welche Buben jeder Spieler hat. Beim Zählen verwendet man folgende Reihenfolge der Kartenfarben: Kreuz, Pik, Herz und Karo. In erster Linie muss man feststellen, ob der Spieler den Kreuz-Buben hat. Falls man diesen Buben besitzt, zählt der Spieler „mit“. Wann muss „mit“ zählen, bis der nächste Bube aus der Reihe fehlen wird. Z. B. wenn ein Spieler drei Buben außer Karo besitzt, zählt er „mit 3“. Nachdem man Buben gezählt hat, rechnet man zu diesem Wert immer +1 hinzu, sodass man „mit 3 spiel 4“ sagt. Wenn man keinen Kreuz-Buben besitzt, zählt man nicht „mit“ sondern „ohne“. Also, falls der Spieler z.B. nur einen Karo-Buben hat, sagt er „ohne 3 spiel 4“.
  • Nachdem man die Zahl und die Wert der vorhandenen Buben festgestellt hat, multipliziert man diese Zahlen mit bestimmt5en Farbwerten. Karo wertet 9, Herz 10, Pik 11 und Kreuz 12. Wenn man z.B. „ohne 3 spiel 4“ hat und Karo Trumpf ist, reizt man bis 4×9=32.

  • Beim Reizen muss man eine bestimmte Reihenfolge „geben, hören, sagen“ verfolgen. Der links vom Geber sitzende Spieler hört, was der rechtssitzende sagt. Solcherweise verläuft das Reizen bis der rechtssitzende Spieler nicht mehr reizen kann oder der Hörer „Pass“ sagt. Dieselben Regeln gelten für den Geber, bis man das Reizen endet und den Solist feststellt. Der Solist bekommt der Skat und gebt zwei Karten dafür ab. Er legt diese Karten ab, die bei ihm als Punkte zahlen.

Nachdem man den Solist festgestellt hat, beginnt man das Stechen. Der Solist muss die Punkte gegen andere Spieler sammeln. Der Solist legt eine beliebige Karte auf den Tisch. Der nachfolgende Spieler muss die Karte derselben Kartenfarbe legen. Wenn man keine Karten der notwendigen Kartenfarbe besitzt, kann man eine der zwei Varianten auswählen: einerseits wirft man ab. d.h. man legt die Karten andere Farbe, die nicht gewinnt; andererseits sticht man – legt den Trumpf. Der Trumpf ist entweder einer der vier Buben oder die Karte der Trumpffarbe. Den Stich bekommt dieser, der den höchsten Trumpf oder die höchste Karte auf den Tisch gelegt hat. Die Höhe der Karten bestimmt man nach der folgender Reihenfolge: A, 10, K, D, B, 9, 8, 7.

Nach dem Stechen zählt man die Punkte. Im Skat besitzen die folgende Augen (Werte): A-11, 10-10, K-4, D-3, B-2, 9, 8 und 7 – 0. Alle Karten im Deck stellen 120 Augen zusammen. Für den Sieg braucht der Spieler mindestens 61 Punkt. Die Punkte werden nur beim Solisten gezählt und ausgeschrieben. Wenn er seinen Reizwert erreicht oder überstritten hat, gewinnt er. Wenn er weniger Augen, als beim Reizen gesagt, verliert der Solist. In diesem Fall gewinnen seine Gegner und dem Solist wird den Doppelwert seines Reizens abgenommen.

Das Spiel Skat hat mehrere Sonderformen, unter denen:

  • Grand Skat: In dieser Skat-Abart gibt es nur 4 Trumpfe, das sind vier Buben.
  • Null Skat: Der Solist gewinnt, falls er keinen Stich bekommen hat.
  • Offenes Skat: Der Solist spiel offen, d.h. er zeigt den Gegnern alle seine Karten.
  • Hand Skat: Hier wird der Skat nicht genommen.
  • Schwarz: bei solchem Spiel haben die beiden Gegnern keinen Stich geholt.
  • Schneider Skat: In diesem Spiel haben die Gegner des Solisten weniger als 30 Punkte zusammen.

Wie spielt man Skat?

Am besten spielt man Skat zu dritt mit den gut erfahrenen Freunden. In solcher Runde kann man dieses deutsche Kartenspiel am meisten Spaß vom Spielen bekommen. Erfahrene Spieler, die regelmäßig am Spieltisch treffen und denen allen Taktiken des Spiels gut bekannt sind werden die ideale Runde am besten passen. Skat wird für große Runden nicht empfohlen. Das Spiel passt auch in diesem Fall nicht, wenn man nun eine schnelle Kartenpartie spielen will.

Das geselligste deutsche Kartenspiel: Rommé

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Das deutsche Kartenspiel „Rommé“ ist das beliebte Spiel für Familienunterhaltung. Einerseits sind Regeln dieses Spiels verständlich und leicht, sodass sogar die Kinder es verstehen können. Andererseits bietet Rommé zahlreiche taktische Möglichkeiten an, sodass es für die Erwachsene auch interessant ist. Die Regeln erlauben, mit variablen Personenzahl zu spielen, sodass man sowie zu zweit als auch in großen Runden genießen kann.

Rommé Spielregeln & Anleitung

Rommé wird mithilfe von zwei Decken gespielt, jede von denen 52 Blätter und zwei Joker enthält. Also, im Spiel werden 120 Blätter verwendet. Das Hauptziel dieses Kartenspiels besteht darin, dass man alle Karten in der Hand am schnellsten ablegt.
Man kann die Karten entweder in Sätzen oder in Sequenzen auf den Tisch ablegen. Wenn man 3-4 gleiche Karten unterschiedlicher Kartenfarbe legt, nennt man Sätze. Die drei oder mehr aufeinander folgenden Karten derselben Farbe gelten als Sequenzen. Dabei kann As als As sowie als Eins auftreten.

Am Anfang des Spiels bekommt jeder 13 Karten. Der Rest der Decke legt man als Stapel in die Tischmitte. Die oberste Karte deckt man auf und legt daneben. Der erste Zug gehört dem Spieler, der sich links vom Geber befindet. Der Klassischer Zug kann solcherweise ablaufen: der Spieler zieht eine der drei offenen Karten vom Ablage-Stapel oder eine verdeckte Karte vom Stapel, kommt raus (falls er Satz oder Sequenz hat), legt die Karte, die er in der Hand nicht braucht, in die Ablage ab.

Damit man rauskommen darf, soll der Gesamtwert der Kombinationen nicht weniger als 30 Punkte sein. Im Rommé werten die Karten folgendes: As – 11, Bilder – 10, Zahlen – den Zahlenwerte nach. Spieler kann den Joker statt jeder beliebigen Karte verwenden. Die Spieler können auch ihre Joker austauschen.

Die Spielrunde ist zu Ende, falls einer der Spielenden alle seine Karten auf den Spieltisch abgelegt hat. Die bei anderen Spielern gebliebenen Karten werden gezählt, ihre Punkte summiert und mir „-„ Zeichen aufgeschrieben. Dabei wertet Joker 20 Punkte. Meistens spielt man 5-10 Runden. Gewinner wird dieser Spieler, der nach allen Runden die wenigste Punktenzahl hat.

Wann man Rommé spielen kann

Dieses deutsche Kartenspiel ist eine gute Wahl, wenn man die Zeit im Kreis der Freunden oder Familienmitglieder mit Spaß verbringen will. Dieses Spiel ist nicht sehr kompliziert, sodass man das spannende Spiel sowie ein interessantes Gespräch gleichzeitig genießen kann.

Das beste Spiel für schnelle Kartenpartie: Schwimmen

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Das Kartenspiel „Schwimmen“ nennt man auch „Schnauz“ oder „31“. Dank den einfachen Regeln ist dieses Spiel bei den Deutschen und Österreicher sehr populär. Dieses schnelle Spiel genießt man oft unterwegs.

Schwimmen Spielregeln & Anleitung

Für „Schwimmen“ benutzt man 32er-Blätter Deck. Am Spiel können 2-9 Personen teilnehmen. Jeder Teilnehmer bekommt drei verdeckte Karten. Noch drei verdeckte Karten legt man in die Mitte des Spieltisches. Aus dem Rest der Karten bildet man die Reserve. Der Geber schaut seine Karten und die Karten, die in der Mitte liegen, und entscheidet sich, ob er die eigenen Karten durch die zusätzlichen Karten ersetzen will. Die nach seiner Wahl gebliebenen Karten werden geöffnet und auf den Tisch gelegt. Die nächsten Spieler können eine Karte gegen die offene Karte tauschen, drei eigene Karten durch drei verdeckte Karten aus der Reserve ersetzen oder nichts machen.

Um Gewinn in der Runde zu erzielen, muss man so nah wie möglich an die Punktenzahl 31 kommen. Man bekommt Punkte für gleiche Karten verschiedener Farbe oder für unterschiedliche Karten gleicher Farbe. Dabei werten drei gleiche Karten 30,5 Punkte, As wertet 11 Punkte, Bilder werten 10, Punktenzahl für Zahlen entspricht ihren Werten. Im Spiel gibt es auch zwei besondere Gewinn-Kombinationen: Feuer (drei Ase, 32 Punkte) und Schnauz (drei Karten gleicher Farbe, deren Punktenzahl 31 ist, z.B. As, Bube und Zehn). Wenn der Spieler die Kombination oder 31 Punkte hat, zeig er seine Karten offen und gewinnt die Runde.

Jeder Spielende hat besitzt drei Leben, die ihm beim Verlieren in der Runde abgenommen werden. Man spielt, bis es ein Spieler geblieben ist.

Wann man Schwimmen spielen kann

Das Spiel ist leicht und gesellig, sodass es ideal für schnelle Spiele in der großen Spielrunde sowie zwischendurch ist. Sehr oft spielt man es unterwegs im Zug oder Auto.

Das beste Taktik-Spiel: Doppelkopf

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Das Spiel „Doppelkopf“ ist einfacher als Skat, trotzdem gehört es zu den komplizierten Kartenspielen. Dieses Spiel hat interessante Regeln und bietet zahlreiche Taktische Möglichkeiten an. Die Popularität des Spiels steigt und man kann vermuten, dass es sogar mehr beliebt als Skat in der Zukunft wird.

Doppelkopf Spielregeln & Anleitung

Für Doppelkopf verwendet man 48 Karten, d.h. zwei Decken, aus deren die Karten bis Neun ausgeschlossen sind. Dieses Spiel ist für 4 Spieler. Trumpf sind alle Karo, Damen und Buben.

Jeder Spieler bekommt 12 Karten. Zwei Spieler, die Kreuz Damen besitzen, bilden ein Re-Team, während ihre Gegner zum Contra-Team gehören. Beim Spielen wird erkennt, wer diese Damen besitzt. Wenn ein Spielerüber beide Kreuz-Damen verfügt, entscheidet er sich selbst, ob er einen Partner braucht oder alleine gegen andere drei Spieler spielt. Das Re-Team brauch mindestens 120 Punkte für Gewinn, währen Contra ab 121 Punkten gewinnt.

Der erste Zug gehört dem Spieler, der sich links vom Geber befindet. Er legt eine beliebige Karte auf den Spieltisch. Jeder Spieler muss die Karte derselben Farbe legen. Besitzt man keine Karte der nötigen Farbe, legt man eine beliebige Karte (sogar Trumpf). Die Runde gewinnt die stärkste Karte. Wem sie gehört, der nimmt den Stich. Nachdem alle Spieler ihre Karten abgelegt haben, bestimmt man den Sieger. Man zählt die Punkte für Karten, die jeder Spieler im Stich hat. Dabei wertet Neun 0, Bube 2, Dame 3, König 4, Zehn 10, As 11.

Wann man Doppelkopf spielen kann

Erfolg im Spiel Doppelkopf hängt von der Taktik ab. Doppelkopf ist eine gute Wahl, wenn man mit den erfahrenen Freunden an Wochenende Karten spielen möchte.

Das beliebte Spiel der Jugendlichen: Arschloch

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Dank den einfachen Regeln und schneller Anleitung ist „Arschloch“ das populärste Spiel unter den Jugendlichen. Noch eine Ursache dieser Beliebtheit ist vielleicht mit dem auffälligen Namen der Spiels verbunden.

Arschloch Spielregeln & Anleitung

Der Vorteil von „Arschloch“ besteht darin, dass die Zahl der Spieler unbegrenzt ist. Wenn man bis 7 Teilnehmer hat, braucht man eine Decke. Bei mehr als 7 Spielenden verwendet man 2 Decken usw.

Alle Karten werden an die Spielenden ausgeteilt. Das Ziel des Spiels wird erreicht, falls die Hand am schnellsten abgelegt wird. Dieser Spieler, der Karo 7 besitzt, beginnt die erste Runde. Der Spieler liegt eine Karte, ein Paar oder ein Drilling und die anderen sollen überbieten. Wenn er ein Paar oder ein Drilling gelegt hat, müssen die anderen Teilnehmer dasselbe tun. Im Spiel gibt es ein Begriff „Bombe“. Das sind vier gleiche Karten, die der Spieler ablegt. Bombe kann nur von der anderen Bombe höherer Wert überboten sein. Wenn alle Spieler keine passenden Karten haben, legt man den Stoß beiseite. Der Spieler, der am letzten überboten hat, beginnt eine neue Runde.
Der erste Spieler, der seine Hand losgeworden hat, wird „König“ (Gewinner). Der Teilnehmer, dessen Hand am letzten abgelegt wurde, ist Arschloch (oder Bimbo). In der nächsten Runde ist das Arschloch verpflichtet, zwei seien besten Karten durch die Karten des Königs zu ersetzen. Wenn mehr als 5 Personen am Spiel beteiligt sind, kann man auch Vize-König und Vize-Arschloch nennen.

Am meisten spielt man Arschloch unter den Arbeitskollegen oder Schulkameraden. Dieses Spiel ist lustig und einfach, sodass es viel Spaß den Spielern macht. Dieses Spiel ist die beste Wähl, damit man sich im Schulhof sowie im Büro unterhielt.

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